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Wir würden nein sagen

Wenn es in Artikeln um Transidentität geht, geht es meistens um Gender, das soziale Geschlecht. Deswegen heisst Transidentität im Englischen auch Transgender. Das soziale Geschlecht meint, dass bestimmten Identitäten bestimmte Eigenschaften zugeschrieben werden und Gender-Normen festgelegt werden.

Beispiele:

Frauen seien weich, gefühlsbetont, weinen mehr, sind schwach, etc.
Männer seien hart, fühlen weniger, sind stark, etc.

Wenn aus diesen Grundannahmen nun gesellschaftliche Normen abgeleitet werden, dann handelt es sich um das, was im Englischen gerne "gender is a social construct" genannt wird. Normen wären z.B.

Wie verhalte ich mich?
Welchen Beruf wähle ich? ("geschlechtstypische Berufe")
Wie zeige ich mich nach aussen (Kleidung, Make-Up, etc.)?

Wenn Geschlecht an diesen Konventionen festgemacht wird, entstehen daraus gesellschaftliche Genderstereotype (bildlich: das rosa-blau-Phänomen).

Gender ist aber nicht unabhängig von Genitalien. Existieren in Gesellschaften starke Gender-Stereotype, werden Kinder gerne direkt bei der Geburt diesen stereotypen Kategorien zugeordnet. An der Deutung von Körpern wird dann die Geschlechterkaste festgelegt, in welcher sich das Kind dann später entwickeln soll.

Die Gleichung einer gender-stereotypen Gesellschaft lautet:

Geschlecht=Genitalien-was-davon-abweicht-ist-Geschlechtsidentität

Würde es in Artikeln um Transsexualität gehen, dann wäre der Inhalt dieser Artikel ein ganz anderer. In solchen Artikeln würde die Frage gestellt werden, ob Geschlecht anhand von Genitalien oder Gender zugeteilt werden darf. Es würde die Frage gestellt werden, ob hinter geschlechtlichen Zuteilungen ein übergriffiges Konzept steckt und sich damit auseinandergesetzt werden, wo es herkommt und wie eine Welt ohne solche Zuteilungen möglich wäre.

Würde es in Artikeln um Transsexualität gehen, dann würden wir uns über körperliche Variationen unterhalten und was es meint, wenn ein Mensch sein Geschlecht kennt und damit nicht Gender gemeint ist, sondern das Wissen über das eigene Geschlecht. In solchen Artikeln würde es um Frauen mit vergrösserten Klitorissen gehen und gefragt werden, was die genitale Verstümmelung von Kindern (bei Intersexualität wie im Falle von Female Genital Mutilation) mit dem Konzept geschlechtlicher Deutung zu tun hat. Es würde darum gehen zu fragen, ob Frauen mit Transsexualität immer lange Haare haben und sich schminken müssen, also sich zu "Transgendern" erklären müssen um dann am Ende zwar eine Personenstandsänderung zu erhalten aber dann doch nicht als Frau zu gelten, sondern nur als Transfrau (die Genitalien, Sie wissen schon).

Würden wir uns in Artikeln über Transsexualität unterhalten, dann würden wir das machen, was in stereotypen Gesellschaften notwendig ist, um sich zu befreien.

Wir würden nein sagen und uns emanzipieren.

Die Paradoxien, Sex und Gender zu vermischen

Wir haben eine Diskussion im Netz gefunden. Es unterhalten sich Menschen über TERFs und Transgender.

Unser Fazit zu dieser Diskussion: Es sind Diskussionen die entstehen, wenn Sex und Gender vermischt werden. Die einen sagen "Gender Identity" sei angeboren, die anderen sprechen vom Gehirn und sagen das Gehirn würde von der Gesellschaft verändert.

Unsere Gesellschaft ist an einem sehr paradoxen Zustand und es würde wirklich gut tun, das zu überwinden.

Was wir tun ist, daher ganz deutlich zu sagen, dass Transgender und Transsexualität zwei unterschiedliche Dinge sind und Transsexualität unabhängig von einer "Gender Identity" ist und Transgender unabhängig von körperlichen Zuständen. Wir halten die Vermischung (zum Beispiel um daraus "trans*" zu machen) für ein patriarchales Machtinstrument.

Der Link:

https://www.youtube.com/watch?v=-pqveUAPgns